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Deutsch - Software => easySoft => Thema gestartet von: Jörg Metzka am Dezember 19, 2008, 14:15:21 Nachmittag

Titel: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Jörg Metzka am Dezember 19, 2008, 14:15:21 Nachmittag
Hallo alle zusammen,

habe folgendes Problem :

Wenn der PID Regler ( Zuluftregler im MFD ) Sollwert gleich Istwert erreicht hat,
ist der Regelausgang gleich 0.

Wer so einen schwachsinn Programmiert hat doch keine Ahnung von Regelungstechnik!!

Ich bekommen so jedenfalls keine kostante Zulufttemperatur hin.
Hat da vielleicht jemand von euch einen Lösungsvorschlag????

gruß Jörg
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Bimbo am Dezember 19, 2008, 14:44:44 Nachmittag
Programmiererlogik: Regeldifferenz 0 -> Ausgang 0

Stell den Regler auf Betriebsart bip und Addier (AR) 4096 und teil das Ganze durch2. Dann Steht das ding bei soll=ist auf Mittelstellung.

Und genügend Nachstellzeit geben!  ;)
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Knodelpa am Dezember 19, 2008, 15:47:25 Nachmittag
Hallo Jörg,

wahrscheinlich hast du den I-Anteil nicht aktiviert. Schau mal hier:
http://easy-forum.net/index.php?topic=2132.0

 :) ;) :D
Gruß Paul
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Jörg Metzka am Dezember 22, 2008, 08:25:21 Vormittag
@Bimbo

der Lösungsansatz ist schon nicht schlecht, funktioniert aber nur bei heizen.
Wenn ich heizen und kühlen will geht es leider nicht.

Ich habe mir folgendes ausgedacht:

wenn Sollwert = Istwert, dann Reglerausgang merken und auf QA schreiben.
wenn Regelabweichung größer +/- 0,5K dann Regler wieder auf QA schreiben.
Dabei Regler auf P und schnelle Reaktion.

Was meint Ihr dazu???

Gruß Jörg
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: KressSwiss am Dezember 22, 2008, 11:02:56 Vormittag
Hallo Jörg
Es gibt im Trainingscenter ein PID Testprogramm welches Dir bei der Parametrierung helfen kann. Wenn Du das ansehen möchtest:
hier klicken (http://trainingscenter.moeller.net/applications/special-controls/learning-programs/PID-learning.html)
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: HKW am Dezember 23, 2008, 13:44:51 Nachmittag
Hallo Jörg,

wie sieht Deine Lüftungsregelung aus?
- Eingangsmesswert
- Ansteuerung der Lüftungsklappe (Motor Auf/Zu; o. stell-Magnet 0..100% o. sonstiges)
- Wie träge soll geregelt werden (sek; min; Std)
- Muß eine nichtlineare Kennlinie berücksichtig werden

Beispiel Heizkurve)  außen -20C = Vorlauftemp 65C
                                außen -10C = Vorlauftemp 60C
                                außen - 5C =  Vorlauftemp 57C
                                außen   0C = Vorlauftemp 53C
                                außen +10C = Vorlauftemp 40C
                                außen +20C =  Vorlauftemp 25C
                                außen +25C = Heizung AUS

Ich mache Dir gerne einen Vorschlag.

Gruß
Bruno     
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am Februar 26, 2009, 12:21:13 Nachmittag
Hallo Jörg
Es gibt im Trainingscenter ein PID Testprogramm welches Dir bei der Parametrierung helfen kann. Wenn Du das ansehen möchtest:
hier klicken (http://trainingscenter.moeller.net/applications/special-controls/learning-programs/PID-learning.html)


Dieser Link zum PID Regler ist  tot.

Hat vielleicht jemand ein PID-Programmierbeispiel für eine  Drehzahlregelung ?

Als Eingang  soll der schnelle Frequenzzähler dienen. Meßbereich ca. 3000  bis 3600 Hz

Der Ausgang   sollen zwei  Relais  sein. 
1. Relais:  Stellmotor ausfahren mit oberen Endlagenschalter
2. Relais:  Stellmotor einfahren mit unteren Endlagenschalter

Die Endlagenschalter sind weitere Eingangskontakte an  einer Easy 800er

Stellgröße ist die Einschaltzeitdauer der jeweiligen Relais.

Die Verfahrdauer von Endlage zu  Endlage ist nicht  beeinflussbar und  benötigt  ca. 30 Sekunden pro Richtung.

Störgröße ist  eine sich relativ langsam ändernde Motorbelastung, über  Analogsensor 4-20 mA erfasst (mit Widerstand  500 Ohm  am Analogeingang auf 0-10 Volt). Dieser Analogwerteingang soll vom PID-Regler durch die jeweiligen Stellmotoren (die die  Drehfrequenz erhöhen oder erniedrigen) möglichst nahe am Sollwert von 3,00 bis  3,10 Volt gehalten werden.

(Wenn Analogwert < 3,00 V, dann  Relais 1, wenn Analogwert > 3,1 V dann Relais 2 bis Analogwert <= 3,10 V)


Die  Anlage hat wegen ihrer Rotationsmasse und den langsamen Stellmotoren  eine  gewisse  Trägheit was Drehzahländerungen  angeht.

Eine Frequenzänderung der Drehzahl von ca. + 300 Hz, im  Bereich von ca. 3300 Hz (voraussichtlich häufigste mittlere)-Drehzahl bewirkt eine Änderung des  Analogwertes von 0 Volt auf 3,10 Volt falls das hier überhaupt von Bedeutung ist.

Relais 1 ON bewirkt höheren  Meßwert am  Analogeingang.
Relais 2 ON bewirkt einen kleineren Meßwert am Analogeingang.

Die Drehzahlerhöhung bewirkt aber nicht  immer den gleichen  Anstieg des Analogwertes, das Regelverhalten ist nicht  über den Drehzahlbereich gleich, und kann sich auch öfter und unvorhersehbar in einem Zeitraum ändern.

Die Zeitdauer die die Stellmotoren zur  Realisierung dieser Frequenzänderung brauchen, liegt bei geschätzten 25 Sekunden (pro Richtung im Frequenzbererich um 3300 Hz).

Manch einer fragt sich, wozu ich überhaupt die Frequenz brauche:

Unterhalb von 3300 Hz muss folgendes passieren:
Ist die Frequenz 0 Hz  bei  P-Taste 1 = ON (Anlage START) soll  Relais  1 = ON sein, die Analogwertauswertung soll erst ab 3300 Hz genutzt weden, da unterhalb  dieser Frequenz "falsche Werte" am Analogeingang  anliegen. Im Bereich um 3300 Hz brauche ich eine Mittelstellung der Stellmotoren. Erst jetzt soll die eigentliche  Regelung einsetzen, unterhalb  von 3300 Hz  reine Steuerung.
Kommt irgendwann P-Taste 1 = OFF ( Anlage STOPP), soll  die Regelung aufhören, und das Relais 2 den Stellmotor in seine untere Endlage bringen.


Erstmal  grundsätzliche Frage:

Ist der PID-Regler  der richtige Funktionsbaustein ? Oder reicht der Analogvergleicher für diesen Zweck aus. Bei diesem habe ich aber bedenken, dass er da ständig an den Stellmotoren rumackert, da die  kritischen Meßwerte 3,00V und 3,10 V durch die Massenträgheit ja vielleicht immer überfahren werden.

Leider steht das Programmierbeispiel zum PID derzeit auf der  Möller-Homepage nicht zum Download bereit, so daß es mir als 800er_Newbie  etwas schwer fällt, sich mit den ganzen Parametern  auseinanderzusetzen. Ein etwas dokumentiertes PID-Programmierbeispiel würde mir jetzt sehr helfen.

Vielleicht  kann ja auch  einer der sich besser auskennt, aus obigen  Angaben eines für  erste Anschauungszwecke zaubern.

Vielen Dank.

Epoxy
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: MH-Stuttgart am Februar 26, 2009, 14:53:09 Nachmittag
Hallo Epoxy,

wahrscheinlich brauchst du einen Dreipunktschrittregler.

schau mal hier:
http://easy-forum.net/index.php?topic=2132.0
 
:) ;) :D
Gruß Paul
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: KressSwiss am Februar 26, 2009, 17:53:26 Nachmittag
Zitat von: Epoxy
Dieser Link zum PID Regler ist  tot

Ist er nicht. Bei mir funktioniert es bestens. Hier noch der Link offen dargelegt:

http://trainingscenter.moeller.net/applications/special-controls/learning-programs/PID-learning.html
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Knodelpa am Februar 26, 2009, 18:32:32 Nachmittag
Hallo Hermann,

der Link funktionierte wirklich nicht. Ich habe den fehlerhaften Link an Moeller gemeldet und der Fehler wurde sofort behoben  :D
 
:) ;) :D
Gruß Paul
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am Februar 26, 2009, 20:40:41 Nachmittag
Hallo Epoxy,

wahrscheinlich brauchst du einen Dreipunktschrittregler.

schau mal hier:
http://easy-forum.net/index.php?topic=2132.0
 
:) ;) :D
Gruß Paul


Ja danke, das habe ich auch schon  so  gelesen  in dem Thread.
Ich werde heute Abend mal die angehängte Datei aus dem Thread öffnen.
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: KressSwiss am Februar 26, 2009, 22:06:43 Nachmittag
Zitat von: Paul
der Link funktionierte wirklich nicht.

Hallo Paul.
Vielen dank. Als ich ihn vorgestern eingerichtet habe ging es. Aber nun ist es ja in Ordnung.

Gruss
Hermann
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: HKW am Februar 26, 2009, 22:06:51 Nachmittag
Hallo,
anbei ein Programm für eine PID-Drehzahlregelung.
Bitte mal testen, die Werte für Puls u. Pause müßten entsprechend der Anlage noch angeglichen werden.


Gruß
Bruno
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am Februar 27, 2009, 13:11:38 Nachmittag
Hallo,
anbei ein Programm für eine PID-Drehzahlregelung.


Gruß
Bruno

Bruno,  vielen Dank für die Einstellung dieses praktischen  Beispiels.

Gibt es irgendwelche Möglichkeiten  die Parameter des PID-Reglers zu bestimmen, oder hilft da nur ausprobieren.


Du hast  für die

Proportionalverstärkung KP  200  (%)
Nachstellzeit TN  10, entsprechend 1 Sekunde
Vorhaltezeit TV  30, entsprechend 3 Sekunden
Abtastzeit TC 30, entsprechend 3 Sekunden.

keine Handstellzeit MV vorgegeben.


Kann ich das  aus bestimmten Eigenschaften der  Anlage herausarbeiten ?

Ich hab ja oben beschrieben, wie meine Regelung arbeiten  soll.

In  Deinem Beispiel hast Du im Baustein Wertskalierung  LS02 den Wert X1 200 eingetragen. Ich habe damit noch ein kleines Verständnisproblem.

Man hebt damit doch den  x Achsenabschnitt  auf 200 an, oder irre ich ?  Damit  gibt es  aber nicht mehr  den Punkt 0 Hz = 0 Hz

Bei gemessener Eingangsfrequenz von 0 Hz erhälst Du also bereits eine Anzeige einer Frequenz ?! Welchen tieferen Sinn hat das ?

Dankeschön.

Epoxy
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: HKW am Februar 27, 2009, 17:46:57 Nachmittag
Hallo Epoxy,

die PID-Einstellungen sind Erfahrungswerte. Man muß tatsächlich jeweils am Objekt testen.
Zum Verständnis der Wirkungsweise sehe Dir mal an. http://de.wikipedia.org/wiki/Regler

Mit der Skaslierung der Drehzahl gibst Du an, dass der Messwert 4..20mA entspricht 0..10000 U/min ist. Am 500 Ohm Wiederstand liegen somit 2..10V entspricht 200..1000.
Somit ist 200 = O U/min und 1000 = 10000 U/Min.

Gruß
Bruno
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am Februar 28, 2009, 01:41:26 Vormittag
Hallo Epoxy,

die PID-Einstellungen sind Erfahrungswerte. Man muß tatsächlich jeweils am Objekt testen.

Mit der Skaslierung der Drehzahl gibst Du an, dass der Messwert 4..20mA entspricht 0..10000 U/min ist. Am 500 Ohm Wiederstand liegen somit 2..10V entspricht 200..1000.
Somit ist 200 = O U/min und 1000 = 10000 U/Min.

Gruß
Bruno

Hallo Bruno, ganz herzlichen Dank für Deine  Unterstützung zum Verständnis des PID-Reglers durch Dein  Programm und die zusätzlichen Erläuterungen, die Du mir in der privaten Mail noch gegeben hast.

Damit habe ich glaube ich die Arbeitsweise im wesentlichen begriffen (so hoffe ich wenigstens).



Eines ist natürlich in Deinem Fall etwas anders, Deine Steuerung  ist drehzahlgeführt.

Meine Regelung soll  sich an der  Motorbelastung orientieren.

Ich hatte es wohl nicht so  deutlich hingeschrieben. Mein Analogsensor  4-20 mA mißt keine Drehzahlen, sondern  die Motorbelastung (explizit: die Stromstärke des  Motors/Generators. Durch den Analogsensor  wird  der Easy eine Eingangsspannung von  0,00 Volt bis ca. 3,50 Volt   am Analogeingang übergeben)

Die Drehzahl  ist  nur das Medium, durch das  sich letzlich  die Stromstärke im Motor/Generator irgendwie ergibt.

Es gibt aber keinen direkten Zusammenhang zwischen Strom und Drehzahl, da  noch andere von Außen einwirkende Größen  Einfluss auf den Strom haben. (Z.B. die Außentemperatur)

Verstellt werden kann von mir nur die Drehzahl (und zwar indirekt via Stellmotor für das Gaspedal = Relaisausgänge  Q01 und Q02), hier gemessen vom zykluszeitunabhängigem Frequenzzählereingang.


Der Regelvorgang ist etwa  so, als wenn ich mit dem Auto  an der Ampel losfahre (Start, Frequenz = 0 Hz), und irgendwann (z.B. nach t = 56 Sekunden) kommt ein Berg auf der Autobahn. Auf dieser Autobahn gibt es   eine  Mindestgeschwindigkeit z.B. auf der linken  Spur der Autobahnsteigung Frequenz = 3300 Hz.  Mein Auto  kann aber auch schneller, aber  der Kühler ist recht klein  dimensioniert.

Jetzt  schaue ich aus Angst ständig auf das Kühlwassertermometer (  =Analogeingangswert),  und  sobald der Motor  eine bestimmte Kühlwassertemperatur (= Max. zul Spannung am Analogeingang  ca. 3,10 Volt ) überschreitet, gehe ich vom Gaspedal, wodurch die Geschwindigkeit ( bei mir Frequenz) sinkt.

Normalerweise aber  nie unter 3300 Hz.

Ist der Berg vorbei, kann ich bei gleicher  Kühlwassertemperatur wieder schneller fahren.

Und wenn mir  irgendwann eine  Raststätte (=Fehlermeldung1) angezeigt wird, oder  meine  Mindestgeschwindigkeit für die linke Autobahnspur aus irgendeinem Grund unterschritten wird (= Fehlermeldung2), will ich  dort anhalten (Stopp).


Mein Kühlwassertermometer ist übrigens so genau, daß ich schon  Temperaturunterschiede von 0,1 bis 0,2 Grad ( entsprechend 0,01 Volt am Analogeingang) angezeigt bekomme.


Leider ist die Simulation  schlecht möglich, da die Easy 819 DC-RC den Frequenzzähler nicht  simulieren kann..

Für andere Interessierte zum Thema  PID-Regler oder  teilformen davon habe ich noch folgenden Link ganz hilfreich gefunden.http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Regelungstechnik (http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Regelungstechnik)

Freue mich über weitere  Anregungen zum  Problem.

Das Problem  dieses Anwendungsfalles ist, daß die Reaktionszeit auf Drehzahländerungen lange  braucht, einmal Gaspedal durchtreten wären 30 Sekunden,  Gaspedal loslassen, um dann die Bremse zu berühren  braucht auch  ca. 30 Sekunden.

Am Berg bremst die Steigung  oberhalb von 3300 Hz allerdings automatisch mit/und geht von 3600 Hz auf 3300 Hz sehr schnell (geschätzt ca. 0,5 - 2 Sekunden), unterhalb  von 3300 bis auf 0Hz relativ langsam (ca.  30 Sekunden). Diese Zeiten können kaum  weiter  verkürzt werden. Technisch machbar  wär ggf. noch eine Halbierung dieser Zeiten, ist aber vielleicht auch nicht erforderlich.

Solche differntiell kleine  Änderungen (Zeit ON/OFF) an den Stellmotoren der Gaspedalstellung (Zeitdauer am Ausgang Q01 oder Q02) brauche ich  nach meiner  Einschätzung  gar nicht.

An dieser Stelle stellt sich  für mich die Frage, ob ich nicht vom Analogeingang  den Wert über eine  gewisse Zeit mittele ( z.B. 0,5 Sekunden) und dann  schaue, wie  er sich verändert hat ( >, <,=)

Ich möchte die Relaisausgänge nicht durch  ständiges Kontaktprellen  aufräuchern, wo es eigentlich garnichts zu verstellen gibt. Eine Mindestzeit für Ausgang Q01 oder Q02  im Zustand ON oder OFF von 0,5  Sekunden halte ich auch aus diesem Grund für erforderlich.

Gibt es da was geeigneteres als den PID-Baustein ?


Grüße Epoxy (Ich were mich demnächst kurz fassen - versprochen)

Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: HKW am Februar 28, 2009, 09:57:24 Vormittag
Hallo Epoxy,
Dein Link http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Regelungstechnik ist super und sehr hilfreich für alle, die sich mit PID-Regelung auseinander setzten wollen.
Meine Regelung soll  sich an der  Motorbelastung orientieren.

Zu Deinen Ausführungen:
Ich hatte es wohl nicht so  deutlich hingeschrieben. Mein Analogsensor  4-20 mA mißt keine Drehzahlen, sondern  die Motorbelastung (explizit: die Stromstärke des  Motors/Generators. Durch den Analogsensor  wird  der Easy eine Eingangsspannung von  0,00 Volt bis ca. 3,50 Volt   am Analogeingang übergeben)

Die Drehzahl  ist  nur das Medium, durch das  sich letzlich  die Stromstärke im Motor/Generator irgendwie ergibt.

Es gibt aber keinen direkten Zusammenhang zwischen Strom und Drehzahl, da  noch andere von Außen einwirkende Größen  Einfluss auf den Strom haben. (Z.B. die Außentemperatur)

Verstellt werden kann von mir nur die Drehzahl (und zwar indirekt via Stellmotor für das Gaspedal = Relaisausgänge  Q01 und Q02), hier gemessen vom zykluszeitunabhängigem Frequenzzählereingang.

Antwort:
Nur über die Strommessung läßt sich die Drehzahl keinesfalls regeln. Deine Regelung müßte m.E. wie ein Tempomat in einem Auto wirken. Geht es bergauf, wird die Belastung größer u. es muß Gas gegeben werden. In Deinem Fall, Stellmotor AUF, und somit steigt auch der Strom im E-Motor an. (N = U x I x cos phi x eta) Wenn Du nur den Strom auf 3,1 A konstant halten würdest, wird dir die Drehzahl abfallen. Umgekehrt, wenn es wieder bergab geht, muß der Stellmotor ZU weil der Strom sinkt.
Die weiteren Überwachungen wie z.B. Kühlertemp. sind externe Komponeten, die zum Schutz (=Abschaltung) wirken aber keinesfalls in die Regelung eingebunden werden können.
Ohne Drehzahlmessung an der Welle wirst Du aus meiner Sicht Dein beschriebenes Projekt nicht lösen können.


Gruß
Bruno

Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Bimbo am Februar 28, 2009, 10:14:16 Vormittag

Als Eingang  soll der schnelle Frequenzzähler dienen. Meßbereich ca. 3000  bis 3600 Hz


Vielen Dank.

Epoxy


 ???

Zitat
Ich hatte es wohl nicht so  deutlich hingeschrieben. Mein Analogsensor  4-20 mA mißt keine Drehzahlen, sondern  die Motorbelastung (explizit: die Stromstärke des  Motors/Generators. Durch den Analogsensor  wird  der Easy eine Eingangsspannung von  0,00 Volt bis ca. 3,50 Volt   am Analogeingang übergeben)

An wie vielen Projekten sind wir hier gleichzeitug dran?
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am Februar 28, 2009, 19:38:00 Nachmittag
Hallo Bruno,  leider   ist es nicht so, wie Du denkst, daß die Regelung arbeiten soll

Antwort:
Nur über die Strommessung läßt sich die Drehzahl keinesfalls regeln. Deine Regelung müßte m.E. wie ein Tempomat in einem Auto wirken. Geht es bergauf, wird die Belastung größer u. es muß Gas gegeben werden. In Deinem Fall, Stellmotor AUF, und somit steigt auch der Strom im E-Motor an. (N = U x I x cos phi x eta)


Meine Regelung soll nicht wie  ein Tempomat  funktionieren.  Die Frequenz  darf/muss abfallen, sonst  wird das Auto kochen ( im übertragenen Sinne).

Wenn Du nur den Strom auf 3,1 A konstant halten würdest, wird dir die Drehzahl abfallen. Umgekehrt, wenn es wieder bergab geht, muß der Stellmotor ZU weil der Strom sinkt.



Ich halte die 3,10 Volt am  Analogeingang möglichst konstant (im übertragenen Sinne ist es die Spannung, die an der Kühlwassertemperaturanzeige anliegen soll um die  max. zulässige  Kühlwassertemperatur (= Max.  Motorbelastung) anzuzeigen. Diese soll möglichst  nahe  am gesetzten Limit 3,10 Volt gehalten werden.  Ich kann also gar keine bestimmte Drehzahl vorgeben. Ich weiß nur, daß  sie  zwischen  3300 und 3600 Hz liegen wird, wenn alles o.k. ist.

Die weiteren Überwachungen wie z.B. Kühlertemp. sind externe Komponeten, die zum Schutz (=Abschaltung) wirken aber keinesfalls in die Regelung eingebunden werden können.

Es war nur im  übertragenen Sinne die  Kühlertemperatur gemeint , in meinem Projekt sind  es diese 3,10 Volt die  konstant gehalten werden sollen !!! (via  Ausgang 4-20 mA,  500 Ohm des Stromsensor  gemessen,   ----> Analogeingang sind es dann 3,10 Volt) , die zulässig sind.


Ohne Drehzahlmessung an der Welle wirst Du aus meiner Sicht Dein beschriebenes Projekt nicht lösen können.

Gruß
Bruno


Die Drehzahlmessung  ist  eher nur  nebenbei zu betrachten, damit ich weiß, wann  ich im Anfahr - oder Abbremsbereich bin. Und  eine Regelung soll nur erfolgen, wenn ich auch im richtigen Drehzahlbereich von 3300 Hz bis 3600 Hz bin. Insofern ist es schon wichtig die Drehzahl im Auge zu behalten. Für die Regelung ist aber letztlich nur der Stellmotor  wichtig, der  in kleinen Zeiteinheiten (>0,5 Sekunden, wegen Kontaktprellen) ausfährt (Q01= ON, Q02 = OFF) oder  einfährt (Q02 = ON, Q01=OFF).


War es jetzt klar  genug ?

Vielen Dank, daß Ihr trotzdem immer noch versucht mich zu verstehen.

Viele Grüße

Epoxy
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am Februar 28, 2009, 23:27:12 Nachmittag
An wie vielen Projekten sind wir hier gleichzeitug dran?

Habe es wohl  zu verworren dargestellt - tut mir leid, es ist doch nur eine kleine Aufgabe.

Vergesst, was eigentlich dahinter steckt, zur besseren Anschaulichkeit als nüchternes Beispiel umformuliert:

Eingänge:

Analogeingang I12 (Klemme  12) ---->  IA04
Sollwert für IA04 = 3,10 Volt

Digitaleingang I01 (Öffner) für ganz eingefahrenen Stellmotor (untere Endlage)
Digitaleingang I02 (Öffner)  für maximal ausgefahrenen Stellmotor (obere Endlage)
Frequenzzählung über  Eingang  I03
Digitaleingang I06(Schließer) Freigabe zum Betrieb

Ausgänge:

Ausgang Q01 als Schütz, steuert Ausfahren Stellmotor, (Q02 ist in diesem  Moment OFF)

Ausgang Q02 als Schütz, steuert Einfahren Stellmotor, (Q01 ist in diesem  Moment OFF)

minimum t > 0,5 Sekunden für Ausgänge, zur Vermeidung von Kontaktprellen

Der Prozess, reduziert auf den Regelvorgang der betrachtet  werden soll.


Wenn  Frequenz I03 ansteigt von 0 Hz  auf <=3300 Hz ----> nur Steuerung,  Stellmotor Q01 ausfahren, keine  Messung am Analogeingang IA04 durchführen.
I06  hat den Zustand = ON 

Dieser 1. Start-Teil braucht hier nicht weiter betrachtet werden. Erst ab hier  wird es interessant:

Wenn Frequenz I03 >  3300 Hz, aber < 3600 Hz, soll Regelung stattfinden. Nur die soll hier von Interesse zu sein.

Regelteil:
Oberhalb von knapp 3300 Hz hat  der Analogeingang IA04 einen  Wert knapp über  0 Volt.  Ziel soll es  sein, durch weiteres Ausfahren des Stellmotors (Q01= ON) am Analogeingang IA04 den konstanten Wert von 3,10 Volt zu erreichen, aber  nicht überschreiten.

Es wird von  außen einwirkende Störungen geben, die den Analogwert IA04 unvorhersehbar erhöhen oder erniedrigen.

Steigt der Wert des Analogeingangs IA04 über 3,10 V, oder ist  die Frequenz über 3600 Hz, muss der Stellmotor eingegfahren werden (Q02 ----> ON) bis diese Werte unterschritten werden. Für den Analogwert  IA04  wäre es m.E. wohl  günstig, den Mittelwert über einen  Zeitperiode T02 von  ca. 0,5 Sekunden zu bilden, um  Meßwertschwankunghen zu glätten.

---- Ende Regelteil


Rückführung  in Ausgangslage ( braucht hier nicht weiter betrachtet werden):

Wird die  Freigabe für den  Betrieb  aufgehoben  (I06  ----> OFF) dann   Stellmotor bis zur unteren  Endlage einfahren  (Q02= ON bis  I01 = ON).

Unter  3300 Hz soll  kein Anlogwert für IA04 mehr ausgewertet werden, da die Werte  dann   unzuverlässig sind.


Fazit:
Ist also eigentlich keine  klassische  Drehzahlregelung, weil es nicht auf die Einhaltung eines besonderen Drehzahlniveaus ankommt, sondern auf die Einhaltung  eines Analogwertes IA04, der über das  Anheben (Q01) oder Senken (Q02) der Frequenz  verändert wird. Die Frequenzänderung ist  eine Funktion der Zeit mit der die Ausgänge  Q01 oder Q02 angesteuert wird (PW-Baustein)  Ich  weiß  aber vorher nie genau, wie lange die Ausgänge  Q01 oder Q02 für den Stellmotor  angesteuert werden müssen, damit ich den Sollwert für den Analogeingang IA04 möglichst nahe komme, aber nicht überschreite.

Ist die Abweichung Istwert I2 (PID-Regler) vom Sollwert I1 (PID-Regler) des Analogwertes IA04 noch groß,  kann ich den Ausgang Q01 bzw. Q02 für eine PWM mit großer Zeitdauer beaufschlagen. Ist die Differenz zwischen Istwert und Sollwert klein, darf die Zeitdauer am betreffenden Ausgang Q01 bzw. Q02 auch nur klein sein.



Alles klar soweit ? :o

Soll ich es mit dem PID-Baustein machen- oder ist etwas anderes besser geeignet ?

 Herzlichen Dank.

Epoxy
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: juergen_j am März 01, 2009, 00:19:25 Vormittag
Hallo Epoxy,
deine Beschreibung passt, wie in diesem Beitrag von Möller Stuttgart schon einmal geantwortet, auf einen 3 Punkt-Regler. Was ich auch nicht verstehe was willst du mit einem Wert von 0 - 4096, den der PID-Regler ausgibt an deinen Digitalausgängen anfangen. So wie ich die Sache verstehe handelt es sich bei deinem Stellmotor um einen Antrieb mit fester Geschwindigkeit, du kannst also nur über die Ansteuerzeit die Regelung verändern. Da du auch keine Angaben machst in welchem Zeitrahmen sich das Nachregeln abspielen könnte, kann ich dir nur empfehlen mit Analogwertvergleichern zu arbeiten, bei grosser Abweichung eine lange Ansteuerung ausführen, bei kleiner Abweichung eine kurze Ansteuerung. Das ganze dann noch so halten, das du ein gewisses Totfenster hast, damit der Antrieb nicht dauernt angesteuert wird.
Gruss
Jürgen
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: boppel am März 01, 2009, 07:14:50 Vormittag
Hallo Epoxy,

also ich würde, wie Jürgen bereits gesagt hat, einen Analogwertvergleicher einsetzen (besser gesagt: zwei Vergleicher). Unterhalb von 3,1V dann den einen Stellmotor ansteuern, oberhalb 3,1V den anderen. Damit die Sache nicht zu dynamisch ist (oder evtl. überschwingt), die Stellmotoren über einen Blinktimer ansteuern (damit kann die Schaltzeit von ca. 0,5 Sek. eingehalten werden).
Alternativ geht auch ein P-Regler (der I-Anteil der gesamten Regelstrecke ist ja in den Stellmotoren bereits enthalten) und einen PWM-Baustein als Anteuerung der Stellmotoren einsetzen.

Gruß

Boppel
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: HKW am März 01, 2009, 09:30:17 Vormittag
Hallo Epoxy,

für mich wird dein Projekt immer verworrener.

Warum ändert sich der Strom (4..20 mA) und was ist am Analogeingang (2..10V)?
Hast Du dort schon mal bei Leerlauf und Volllast gemessen?
Bei welcher Last (Leerlauf/Volllast) ist bei 3,1 V die richtige Drehzahl von 3.300 U/min?
Was ist nun richtig: Drehzahl 3.300 U/min oder wie Du nun schreibst Frequenz 3.300 Hz?
Warum muss der Stellmotor AUF bzw. ZU geben?

Vermutlich hast du eine Notstromaggregat mit Motorantrieb (Bezin o. Diesel) + Generator das verschieden Lasten abfährt? Für diesem Fall gibt es jedoch andere Regelmöglichkeiten.

Gruß
Bruno
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Bimbo am März 01, 2009, 20:52:30 Nachmittag
Wrgwrstmblhgfgdkfjsouenpcueipqebuzauzcoawr? oder sdjadakhfjgceqouwcqnmpeoiuiqpnpp?  ???
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am März 01, 2009, 22:40:14 Nachmittag
Wrgwrstmblhgfgdkfjsouenpcueipqebuzauzcoawr? oder sdjadakhfjgceqouwcqnmpeoiuiqpnpp?  ???

Immer noch nicht verstanden ?

Bitte nur den letzten neutral gestalteten Artikel von mir lesen:

Falls der nicht verstanden  wurde:

Stellt Euch ein  Labornetzgerat vor, das  konstant 3,10 Volt abgeben soll.

Am Ausgang des Labornetzgerätes hängt ein variabler  Widerstand, z.B. mehrere  Leute, die   permanent   einige Glühlampen an und ausschalten.

 Um die Spannung  möglichst konstant zu halten, besitzt das Netzgerät  ein  Motorpoti.  Dreht es sich nach rechts, wirkt das   leistungserhöhend , dreht es nach links wirkt es  leistungsmindernd auf den Ausgang des Netzgerätes.

Mein Labornetzgerät ist üppig ausgestattet und kann  auch die Frequenz  messen. Das macht es immer, und zwar am  Eingang I03.

Eine kleine Nebenbedingung hat das Netzgerät aber doch: Das Poti kann nur richtig funktionieren, wenn  das Netzgerät  eine Frequenz zwischen 3300 und 3600 Hz misst.  Das  Poti dreht sich immer ganz nach links, wenn  diese Frequenz nicht eingehalten wird.

Das ist alles.

Ich habe noch  ganz hilfreiches Lehrmaterial zu Reglern gefunden.

http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/7/tc/regelung/grundlagen/regelung_grundlagen.vlu.html (http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/7/tc/regelung/grundlagen/regelung_grundlagen.vlu.html)

Hat mich dem Verständnis  der Regler wesentlich  näher gebracht. Es besteht also noch Hoffnung, daß ich  Euch nicht mehr so ewig Nerve !

Nur die  einzelnen Operanden des PID und PW richtig mit  Werten oder Variablen zu bestücken, fällt mir derzeit noch etwas schwer.

Falls jemand  aus den Zahlenangaben, die ich im  neutral dargestellten   Artikel zuvor geschrieben hatte, ein paar Angaben zu den Operanden  herleiten kann, würde mir das sehr weiterhelfen. 

Nach Lesen des verlinkten Lehrmaterials  glaube ich, daß ich doch einen vollwertigen PID-Baustein mit Ausgang an zwei PW-Bausteine für Q01 und Q02 brauche. (Deshalb hatte ich  meinen Beitrag zuvor nochmal die Eingänge angepasst.)

Mit der PW will ich das Tastverhältnis (Einschaltzeit/Ausschaltzeit) für die Relaisausgänge Q01 und Q02 regeln.

Suche Vorschläge für

KP
TN
TV

Was soll ich dem PID-Regler-Ausgang

QV

zuweisen. 

Damit gehe ich  dann ja als Eingang in  die PW, eventuell  muß ich zum runterregeln noch mit -1 multiplizieren - oder ?

Das  was ich in QV eintrage, muss ich doch  auch in  den PW-Baustein bei 

SV

eintragen.   Ist das korrekt ?


Danke, für  Eure Zeit und Nerven, die ich Euch  schon geraubt habe.   (Ist mein erstes  Reglerprojekt, und das Studium schon  20 Jahre her.)

Grüße Epoxy
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: juergen_j am März 01, 2009, 23:37:34 Nachmittag
Hallo Epoxy,
deine Beschreibung wird immer komplizierter und unverständlicher.  ??? ??? ??? ??? ??? ??? ???
Die einzigste Zeitangabe die du gemacht hast ist >0,5 Sek. zur Ansteuerung der Schütze, um Kontaktprellen zu vermeiden. Was ist wenn diese Zeit schon zu gross ist um eine Regelabweichung zu korrigieren? Wenn dein Istwert z.B. 2,5V beträgt, wie lange braucht der Stellmotor um dies auf 3,1V nachzuregeln? Da du mit deiner Anwendung immer nur um den heissen Brei herum eierst kann dir auch keiner Erfahrungswerte geben oder gar eine Empfehlung wie man es besser machen könnte. Ich würde dir empfehlen, lass die Katze aus dem Sack dann kann dir mit Sicherheit geholfen werden.

Zu deiner Frage Ausgang PID zu Eingang PW, geht normal direkt. In deinem Fall willst du aber pos. und neg. Regeln (deshalb Ausgang PID BIP), daher musst du den PID-Ausgang einmal direkt auf einen PW geben und den anderen mit dem Umweg über AR x -1. Ebenfalls musst du noch eine Auswertung mit 2 Vergleichern machen Ausgang PID <0 oder >0 und den entsprechend den PW freigeben.
Gruss
Jürgen
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am März 02, 2009, 01:18:05 Vormittag
Hallo Epoxy,
deine Beschreibung passt, wie in diesem Beitrag von Möller Stuttgart schon einmal geantwortet, auf einen 3 Punkt-Regler. Was ich auch nicht verstehe was willst du mit einem Wert von 0 - 4096, den der PID-Regler ausgibt an deinen Digitalausgängen anfangen.

Damit soll der PW-Baustein für die "richtige" Zeitdauer (Tastverhältnis) angesteuert werden.

So wie ich die Sache verstehe handelt es sich bei deinem Stellmotor um einen Antrieb mit fester Geschwindigkeit, du kannst also nur über die Ansteuerzeit die Regelung verändern.

Ja genau, ich sehe Du hast genau verstanden !!!

Da du auch keine Angaben machst in welchem Zeitrahmen sich das Nachregeln abspielen könnte, kann ich dir nur empfehlen mit Analogwertvergleichern zu arbeiten, bei grosser Abweichung eine lange Ansteuerung ausführen, bei kleiner Abweichung eine kurze Ansteuerung. Das ganze dann noch so halten, das du ein gewisses Totfenster hast, damit der Antrieb nicht dauernt angesteuert wird.
Gruss
Jürgen

Ich nehme an, Du meinst damit die Nachstellzeit TN.

Ich weiß nicht so ganz genau, was  mit Vorhaltezeit TV und Nachstellzeit Tn eigentlich genau gemeint ist, bzw. wie ich die  ermitteln könnte (ausser ausprobieren).

Ich hatte gehofft,  man kann mit meinen Angaben aus dem neutral dargestellten Beispiel  schon was anfangen.

Mein  Regelbereich ist  IA04 der  normalerweise Werte zwischen  0 und 328 Digits (=3,10 Volt) annehmen kann.

Zu den Zeiten versuche ich mal aus Diagrammen ein paar weitere Aussagen abzuleiten.



Hallo Epoxy,
deine Beschreibung wird immer komplizierter und unverständlicher.  ??? ??? ??? ??? ??? ??? ???


Ich habe alle Angaben inzwischen auf das absolut wesentliche verkürzt - siehe z.B. Labornetzgerät. Orientiert Euch daran, das passt  bei mir zu 100 %. Wenn ich jetzt wieder  aufs reale Projekt zurückkomme, fängt die Verwirrung unnötigerweise wieder  an.

Momentan freue ich mich daran, daß Du  jemand bist, der das Projekt komplett durchschaut. Dankeeeeee!!!!!!!!  :D :D :D



Die einzigste Zeitangabe die du gemacht hast ist >0,5 Sek. zur Ansteuerung der Schütze, um Kontaktprellen zu vermeiden. Was ist wenn diese Zeit schon zu gross ist um eine Regelabweichung zu korrigieren?

Die Zeiteinheit von 0,5 Sekunden, lässt den Wert des Analogeinganges IA04 voraussichtlich um ca. 0,10 Volt ansteigen oder sinken (genauer kann ich es jetzt nicht  ermitteln).  Diese Abweichung  wäre im Toleranzbereich des erwarteten Regelverhaltens.

Wenn dein Istwert z.B. 2,5V beträgt, wie lange braucht der Stellmotor um dies auf 3,1V nachzuregeln?

So etwa 4 Sekunden.


Da du mit deiner Anwendung immer nur um den heissen Brei herum eierst kann dir auch keiner Erfahrungswerte geben oder gar eine Empfehlung wie man es besser machen könnte. Ich würde dir empfehlen, lass die Katze aus dem Sack dann kann dir mit Sicherheit geholfen werden.


Zu deiner Frage Ausgang PID zu Eingang PW, geht normal direkt. In deinem Fall willst du aber pos. und neg. Regeln (deshalb Ausgang PID BIP), daher musst du den PID-Ausgang einmal direkt auf einen PW geben und den anderen mit dem Umweg über AR x -1. Ebenfalls musst du noch eine Auswertung mit 2 Vergleichern machen Ausgang PID <0 oder >0 und den entsprechend den PW freigeben.
Gruss
Jürgen

Soll  absolut keien Geheimniskrämerei sein,  aber leider wurde  mein  zu Anfang bereits real beschriebenes Projekt  nicht verstanden.   Aber ein   stabilisiertes Netzgerät was ich jetzt genommen habe,  kennt ja wohl jeder. Es ist  halt etwas Frequenzabhängig. Wer es noch genauer möchte, bitte eine PN schicken! Ich versuche dann in einem 4. Versuch nochmal das  reale Projekt zu beschreiben.


Das mit der  Übergabe des Ausgangs PID an den Eingang der PW sehe ich genauso wie Du, habe es auch verstanden.

Ich habe aber eine Frage zur Funktion des PW-Bausteins:

SV regelt ja das Zeitverhältnis  zwischen  den Zustand On oder OFF am  Ausgang des PW-Baustein.  Wird  bei einem Wert von 2048 für SV  der Ausgang  in den ersten 50 % der Periodendauer angesteuert, oder über die ganze  Periodendauer verteilt, immer mit  (gleichmäßigen ) Pausen  (Pausenzeit aber >= Mindesteinschaltdauer) ?

Die Mindestausschaltzeit soll auch  wie die Mindesteinschaltzeit sein .

ME>= 500 (Millisekunden) wegen Kontaktprellen.

Damit würde sich nach dem Handbuch eine Periodendauer von

PD = 5000 (Millisekunden) ergeben.

Welche  Werte (-4095..0....+4095) bekomme ich denn tatsächlich vom PID -Ausgang QV übergeben ?

Muss ich da noch Werte skalieren (ausser das mit dem Multiplikator -1) um die Übergabe an PW zu machen ?


Danke Jürgen, und  Boppel, ich glaube  wir  habens fast geschafft. PUH !!! Ich sehe Licht am Ende des Tunnels !!!   :)


Viele Grüße

Epoxy

(Auch allen anderen, die versucht haben mich zu verstehen - ganz herzlichen Dank.  Dadurch musste ich mich selbst intensiver damit beschäftigen und habe  gelernt den Regelmechanismus auf den Kernbereich zu konzentrieren. Ihr seid ein nettes Forum - Danke !!!!!)
 :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: juergen_j am März 02, 2009, 01:52:10 Vormittag
Hallo Epoxy,
bei deiner trägen Anwendung ist ein PID-Regler so sinnvoll wie ein Schweizer Uhrwerk um Tage zu zählen. ;D
Wichtig ist eigentlich nur der Toleranzbereich der 3,1V. Laut deiner Letzten Beschreibung, <3V Dauer Auf. Mit erreichen 3,0V Impuls von 0,5 Sek.. Ziel überschritten z.B. 3,2V Impuls 0,5 Sek. Zu. Diese Aufgabe löst du am besten wirklich mit Analogwertvergleichern (3 Punkt-Regler). Weil auch mit dem PID-Regler würdest du dich in Verbindung mit dem PW nur pulsiernd an den Sollwert heran tasten, mit der Vorgabe min. Imp. 0,5 Sek.. Wichtig ist der Todbereich von z.B. 3,0 - 3,2 V, versuchst du mit dieser trägen Nachregelung einen Wert von exat 3,1V zu erreichen hast du nur ein Schützgeklapper.
Gruss
Jürgen
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am März 02, 2009, 02:13:59 Vormittag
Hallo Epoxy,
bei deiner trägen Anwendung ist ein PID-Regler so sinnvoll wie ein Schweizer Uhrwerk um Tage zu zählen. ;D
...

Wichtig ist der Todbereich von z.B. 3,0 - 3,2 V, versuchst du mit dieser trägen Nachregelung einen Wert von exat 3,1V zu erreichen hast du nur ein Schützgeklapper.
Gruss
Jürgen

Danke  Jürgen, so spät noch auf. Naja, nachts können wir  wohl besser arbeiten.

Und wie formuliere ich den Todbereich ?

Etwa so:

Wenn  IA04 > 3,00 Volt  und  IA04> 3,20 Volt , dann   Q01 und Q02 = OFF



 Ich dachte ein  PID Regler  ahnt  quasi voraus, wie gross die  Zeit für den PW-Ausgang sein muss, um den Fehler zu korrigieren.

Der Analogwertvergleicher  kann doch immer erst nachträglich was tun !

Kannst Du , oder ein anderer gelegentlich noch mal meine  Frage beantworten, was  ein Wert von SV = 2048  beim PW-Baustein macht.

Ich will ja auch lernen, wie die einzelnen Funktionsbausteine funktionieren, falls ich Sie später (vielleicht in  einer Easy 821 DC-TC)  in Verbindung mit  einem Halbleiterrelais zur PW-Ausgabe benutze.  Da sind ja Schaltzeiten im Bereich von  Millisekunden möglich)

Jetzt  ist aber erstmal Feierabend bei mir.   Gute Nacht  wünscht

Epoxy  8)
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: HKW am März 02, 2009, 08:41:39 Vormittag
Hallo Epoxy,
bitte sende uns doch mal ein Foto von Deinem Laborgerät, damit wir endlich sehen können um was es geht. Ist das Gerät nicht physikalisch am Stromnetz mit 50 Hz angeschlossen?
Gruß
Bruno
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Bimbo am März 02, 2009, 12:52:43 Nachmittag
Ja, bitte!  :P  :-*  :'(
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: boppel am März 02, 2009, 14:00:08 Nachmittag
Hallo Epoxy,

Zitat
Ich dachte ein  PID Regler  ahnt  quasi voraus, wie gross die  Zeit für den PW-Ausgang sein muss, um den Fehler zu korrigieren.

Nein, kann er nicht (hat schließlich keine Kristallkugel)  ;)
Ein PID-Regler kann nur auf Ereignisse reagieren, die bereits eingetreten und gemessen wurden! Eine Vorhersage von Störungen ist meines Wissens noch nicht möglich.
Daß der D-Anteil auch teilweise als "Vorhaltezeit" angegeben wird, liegt daran, daß der D-Anteil auf die Geschwindigkeit der Istwertänderung reagiert. Quasi bei schneller Änderung des Istwertes davon ausgegangen wird, daß auch eine starke Störung vorliegen muß und der Regler daher "Vorsorglich" mal kräftig dieser Störung entgegenwirkt.

-------------

Prinzipiell aber mal: Der I-Anteil im PID-Regler soll dauerhafte Regelabweichungen (im stationären, also ungestörten Betrieb) vermeiden. Da Du mit Motoren ein Stellglied ansteuerst, ist dieser I-Anteil bereits in Deiner Regelstrecke enthalten!!! Denn so lange der Sollwert nicht erreicht ist, wird ein reiner P-Regler einen der Stellmotoren so lange ansteuern, bis endlich der Sollwert erreicht ist!
Das heißt: über einen Parameter für den I-Anteil (bzw. Nachstellzeit) mußt Du Dir absolut keine Gedanken machen, da dieser entfällt!!!

Ein D-Anteil macht bei einem derart trägen System normalerweise keinen Sinn und verkompliziert das Ganze nur. Mit einem D-Anteil handelt man sich meistens eine starke Schwingneigung des Gesamtsystems ein -> also meine unbedingte Empfehlung: weglassen! (Und schon wieder ein Parameter weniger  ;D).

Damit bestätige ich Jürgens Aussage:
Zitat
bei deiner trägen Anwendung ist ein PID-Regler so sinnvoll wie ein Schweizer Uhrwerk um Tage zu zählen.

Und hoffe, daß Du Dir die Meinung von zwei Mitgliedern in diesem Forum zu Herzen nimmst.

Jetzt zu der Frage: P-Regler oder Analogwertvergleicher

Beim Analogwertvergleicher besteht die Gefahr, daß der Stellmotor über's Ziel hinausschießt und anschließend ständig um den Sollwert herum"gestellt" wird. Die Stellgeschwindigkeit ist dabei immer gleich.

Der P-Regler wird dagegen versuchen, den Sollwert so schnell wie möglich zu erreichen, wobei gegen Ende des Stellvorgangs der Sollwert langsamer angefahren wird. Evtl. ist es sinnvoll, daß die Stellmotoren erst dann eingeschaltet werden, wenn der P-Regler ein Signal oberhalb eines Mindestwertes ausgibt (um ein ständiges Schalten zu verhindern, bei nur geringer Regelabweichung).

Die Parameter eines Reglers (egal was für ein Typ) müssen immer auf die gesamte Regelstrecke und die geforderten Regeleigenschaften optimiert werden (z.B. kurze Nachstellzeit, oder kein Überschwingen, oder stabiles Verhalten auch bei Änderungen in der Regelstrecke).
Um Näherungen als erste "Startwerte" angeben zu können, müßte die Übertragungsfunktion des Regelkreises aufgestellt werden. Dann kann man mit Hilfe verschiedener Verfahren (wurden hier in diesem Forum auch schon als Links angegeben) eine Näherung für die Reglerparameter angeben.
Da wir es hier aber nur mit einem P-Regler zu tun haben (bitte glaube mir, das genügt hier wirklich), kann man einfach mal mit der "Verstärkung" bzw. P-Anteil P=10 anfangen. Überschwingt der Regelkreis, dann den P-Anteil erst mal halbieren. Ist die Stellzeit zu groß, dann einfach mal den P-Anteil verdoppeln, usw.

Zitat
Kannst Du , oder ein anderer gelegentlich noch mal meine  Frage beantworten, was  ein Wert von SV = 2048  beim PW-Baustein macht.

Gemäß Angaben in der Hilfe der EASY:
Zitat
Stellgröße
Wertebereich: 0...4095 (12 Bit), dieser Wertebereich entspricht dem Bereich 0...100% der Periodendauer.

Das heißt, bei SV=2048 ist das Ausgangssignal 50% der Periodendauer eingeschaltet und 50% ausgeschaltet (weil 2048 ist ja etwa 50% von 4095 und bei SV=4095 ist das PW-Ausgangssignal 100% eingeschaltet.

Hoffe, das konnte etwas weiterhelfen.

Gruß

Boppel
Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: Epoxy am März 02, 2009, 19:00:58 Nachmittag
Hallo Boppel - vielen vielen Dank !!!!  :) :) :)

Epoxy schrieb:
Zitat
Ich dachte ein  PID Regler  ahnt  quasi voraus, wie gross die  Zeit für den PW-Ausgang sein muss, um den Fehler zu korrigieren.

Nein, kann er nicht (hat schließlich keine Kristallkugel)  ;)
Ein PID-Regler kann nur auf Ereignisse reagieren, die bereits eingetreten und gemessen wurden! Eine Vorhersage von Störungen ist meines Wissens noch nicht möglich.
Daß der D-Anteil auch teilweise als "Vorhaltezeit" angegeben wird, liegt daran, daß der D-Anteil auf die Geschwindigkeit der Istwertänderung reagiert. Quasi bei schneller Änderung des Istwertes davon ausgegangen wird, daß auch eine starke Störung vorliegen muß und der Regler daher "Vorsorglich" mal kräftig dieser Störung entgegenwirkt.

Genau, das meinte ich. der Regler  "weiß"  aufgrund der  Soll-/Ist-Differenz quasi schon im voraus, wie  stark er der Regelabweichung entgegen wirken muss.

Jürgens Aussage:
Zitat
bei deiner trägen Anwendung ist ein PID-Regler so sinnvoll wie ein Schweizer Uhrwerk um Tage zu zählen.

Na, wenn ich mit der Easy 800er Serie eine Schweizer Uhr zur Verfügung habe, dann  zähle ich eben   damit meine Tage. Meine Easy 700er habe ich schon für profanere Aufgaben  verbaut.  ;)

Und hoffe, daß Du Dir die Meinung von zwei Mitgliedern in diesem Forum zu Herzen nimmst.

Ja klar, bei den aufschlussreichen  und schlüssigen Erklärungen, die  Ihr mir in den letzten  Tagen gegeben habt, bleibt mir quasi  gar nichts anderes mehr übrig - als auf Euch zu hören. Ganz herzlichen Dank für all Eure Mühe.

Jetzt zu der Frage: P-Regler oder Analogwertvergleicher

Beim Analogwertvergleicher besteht die Gefahr, daß der Stellmotor über's Ziel hinausschießt und anschließend ständig um den Sollwert herum"gestellt" wird. Die Stellgeschwindigkeit ist dabei immer gleich.

Der P-Regler wird dagegen versuchen, den Sollwert so schnell wie möglich zu erreichen, wobei gegen Ende des Stellvorgangs der Sollwert langsamer angefahren wird.

...

Da wir es hier aber nur mit einem P-Regler zu tun haben (bitte glaube mir, das genügt hier wirklich), kann man einfach mal mit der "Verstärkung" bzw. P-Anteil P=10 anfangen. Überschwingt der Regelkreis, dann den P-Anteil erst mal halbieren. Ist die Stellzeit zu groß, dann einfach mal den P-Anteil verdoppeln, usw.


Ja super,  ich mache mich gleich daran, die Regelaufgabe jetzt als P-Regler umzusetzen.

Ausgang des P-Reglers an die beiden PW-Bausteine ( Positiv- und Negativanteile getrennt) - oder soll ich die Stellgröße (Ausgang  P-Regler) auf einen anderen Funktionsbaustein als den PW  setzen ?!


Zitat
Stellgröße  SV
Wertebereich: 0...4095 (12 Bit), dieser Wertebereich entspricht dem Bereich 0...100% der Periodendauer.

Das heißt, bei SV=2048 ist das Ausgangssignal 50% der Periodendauer eingeschaltet und 50% ausgeschaltet (weil 2048 ist ja etwa 50% von 4095 und bei SV=4095 ist das PW-Ausgangssignal 100% eingeschaltet.


Also   heißt SV= 2048  belegt komplett die 1. Hälfte  der Periodendauer - das  genau wollte ich wissen.



@HKW

Auch Dir Bruno vielen Dank, leider kann ich aber noch kein  Foto zum Projekt   hier einstellen, da ich momentan erst an  der Realisierung der Anlagenregelung arbeite. Erst  wenn die Simulation zur  Zufriedenheit läuft, werde ich die geeigneten Hardware-Komponenten besorgen.

Wie  man sehen kann,  eignet sich das Projekt für alle Regleraufgaben wo es auf die  Konstanthaltung eines Analogwertes ankommt, und wo die  einzige  Möglichkeit zur Regelung darin besteht, daß man über (träge)Stellmotoren mit konstanter  Antriebsgeschwindigkeit einen Analogwert regelt.

Bei mir spielt noch die Einhaltung einer Nebenbedingung (bestimmter Sollbereich bei einem  anderen Eingangssignal (hier:  Frequenz) eine Rolle. Ob 50 Hz oder eine beliebige andere Frequenz ist bei mir  egal, solange die Easy in der Lage ist, die Frequenz zu messen (< 5 kHz bei 800er Easy)

Beispiele:

- Alle Anwendungen in denen  ein Analogwert  von mehreren   Stellgrößen  abhängt, ich aber über die Regelung nur eine einzige Stellgröße zeitabhängig beeinflussen kann, eignet sich für diese Regelaufgabe. Der  praktischen  Anwendungen  gibt es  deren unendlich viele in der Praxis.

- Heizung mit  einstufigen Ölbrenner

- Asynchroner Generator eines Kraftwerks (wird es bei mir. Ich regele damit den  Generatorstrom)

- stabilisiertes  Netzgerät mit  Motorpoti

- Konstanthaltung  eines beliebigen Analogwertes (z.B. Kühlwassertemperatur) bei unterschiedlich einwirkender Last (z.B.   Autobahnsteigung + Luftwiderstand  des Fahrzeugs), wobei die Regelung die Größe eines Lastanteils (hier: Luftwiderstand) verändert.

- Drehzahlregelung z.B. eines Verbrennungsmotors so, daß  eine angeschlossene Last (z.B. Generator oder  Propeller) immer  den gleichen Analogwert  (z.B. für  Temperatur, Spannung, Strom oder  Propellerschub)  hält. Dabei ist z.B. der Propellerschub auch nicht direkt der Drehzahl des  Antriebsmotors proportional, sondern z.B. von einer oder mehreren weiteren  Größen abhängig - der Bootsgeschwindigkeit , der Windgeschwindigkeit und und und)


Ich denke, daß die Aufarbeitung des  PID-Regler-Themas für viele hier interessant ist, stellen  die  größeren Easys doch einen sehr  leistungsfähiges Instrument zur  Realisierung anspruchsvoller  Steuerungs - Überwachungs - und Regelungsaufgaben  bereit.

Ich bin jedenfalls guter Hoffnung, daß meine Erwartungen erfüllt werden.

Viele Grüße

Epoxy



Titel: Re: Probleme mit PID-Regler
Beitrag von: boppel am März 02, 2009, 20:00:23 Nachmittag
Hallo Epoxy,

scheint als hätte es das Forum mal wieder geschafft einem Mitglied weiterzuhelfen  :).

Zitat
Ausgang des P-Reglers an die beiden PW-Bausteine ( Positiv- und Negativanteile getrennt) - oder soll ich die Stellgröße (Ausgang  P-Regler) auf einen anderen Funktionsbaustein als den PW  setzen ?!

Im Prinzip ja, man kann den Ausgang des Reglers direkt auf den Eingang des PW legen (und mit -1 multipliziert noch auf den zweiten PW). Um aber evtl. Störungen zu unterdrücken kann noch ein Tiefpass FT dazwischengeschaltet werden.
Ich habe selbst noch nicht mit einem PW gearbeitet, simulieren läßt er sich auch nicht und aus der Hilfe geht auch nicht hervor, ob negative Eingangswerte zulässig sind. Je nach dem, wie der PW die Daten verarbeitet (Zweierkomplement oder nicht), könnte er ein negatives Eingangssignal auch als sehr großen Wert betrachten und an den oberen Anschlag gehen. Also evtl. noch vor jeden PW einen Begrenzer setzen, so daß tatsächlich nur Werte von 0-4096 am Eingang anliegen (wäre einfach mal zu testen).

Viel Spaß noch (Du scheinst ja um diese Zeit anzufangen zu arbeiten  ;)).

Gruß

Boppel